Der ultimative Reisebericht über unseren Griechenland-Trip
Hier erfährst Du alles Wissenswerte von A wie Anreise bis Z wie Zeit
Teil 1 – A bis J 🙂
Bereits vor einigen Jahren wollten wir, damals noch mit dem Bulli, nach Griechenland fahren, doch da kam Corona und Sturm an der Küste dazwischen und am Ende sind wir in Italien gelandet….auch schön, aber der Traum mit dem eigenen Camper bis ganz nach Griechenland zu fahren war immer noch da und immer noch groß.
Man soll seine Träume und Wünsche ja angehen, also nahmen wir die Planung nochmal auf und im Oktober 2024 war es dann soweit, es ging tatsächlich auf große Reise bis ins rund 2.500 km entfernte Griechenland. Hurra!
In diesem Bericht nehmen wir Dich mit auf unseren Roadtrip über das griechische Festland und die Peloponnes.
Der Vorteil vom griechischen Festland, wenn du erstmal da bist, sind die Entfernungen gar nicht mehr so übertrieben weit. Die Inseln klammern wir bewusst aus, das würde leider unseren zeitlichen Horizont sprengen… auf dem Festland und der „quasi-Insel“ Peloponnes gibt es auch so genug zu entdecken und erleben.
A – Anreise
Es gibt wie immer verschiedene Möglichkeiten der Anreise in Form von verschiedenen Routenmöglichkeiten entweder zu Land oder zu Wasser.
Für uns aus dem Norden Deutschlands lohnen sich die Fähren irgendwie nicht wirklich, da diese erst ab Italien gehen und wir bis zum nördlichsten Fährableger in Venedig schon 1.300km zurücklegen müssen, die Fähren mit bis zu 30 Std. recht lange fahren und wir auch noch an eine bestimmte Zeit gebunden sind, wo wir am Anleger ankommen müssen. Für alle aus südlicheren Gefilden, kann eine Fähre durchaus Sinn machen.

Bedient wird die Fährstrecke ab Italien nach Griechenland unter anderem durch die Anek Lines Italia oder Superfast ferries. Abfahrtsorte sind entweder Venedig, Ancona oder Bari (Süd-Italien) und es werden die Festlandorte Igoumenitsa (Nord-Griechenland) und Patras (Nord-Peloponnes), sowie die Insel Korfu angesteuert. Eine gute Aufstellung bietet der ADAC oder auch Anbieter von Vergleichsportalen wie ferryexperts oder directferries.
Bei der Fähre der ANEK Superfast konnte auf bestimmten Strecken, zu bestimmten Zeiten und in begrenzter Anzahl die Option „Camping an Bord“ dazu gebucht und im eigenen Camper übernachtet werden. Für manche in erster Reihe mit tollem Ausblick ist das toll, andere berichten, sie fühlten sich in der Mitte zwischen allen Fahrzeugen ziemlich eingeengt. Auf jeden Fall spart man sich finanziell die Kabine. Laut neuesten Infos wird es dieses Angebot ab 2025 allerdings nicht mehr geben.
Für uns war die Länge der Überfahrt zusätzlich zu den doch recht weit entfernten Häfen der Grund wieso wir uns wieder einmal für den Landweg entschieden haben.
Hier haben wir zwar Kosten für Sprit und Maut und einige Grenzübergange (auch Nicht-EU Grenzen), können aber unser Reisetempo selbst bestimmen und kommen unterwegs noch durch spannende Länder. Das Thema Grenzen zeigen wir Dir unter G näher. 🙂
Wir haben uns für die schnellste, die sogenannte LKW-Balkan-Route durch Tschechien, Slowakei, Ungarn, Serbien und Nordmazedonien entschieden. Die Küstenroute entlang der Adria über Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien wäre vermutlich landschaftlich schöner, aber braucht auch länger. Auch waren wir bereits 2022 mit dem Bulli auf Balkan-Tour und haben diesen Teil bereits etwas erkundet.
Gesagt getan ging es am Freitag Nachmittag nach der Arbeit los in Richtung Tschechien, durch die Slowakei und weiter über Ungarn, Serbien und schließlich Nordmazedonien. Die Autobahnen sind an sich allesamt gut ausgebaut und mautpflichtig. Hierüber erzählen wir Dir weiter unten unter M wie Maut mehr. 🙂 In Griechenland waren die Strecken teilweise durchwachsen, direkt nach der Grenze nicht so gut, runter nach Athen überwiegend gut, aber teuer und auf den Peloponnes haben wir uns die mautpflichtigen Autobahnen geklemmt, hatten aber trotzdem an sich ganz gute Straßenverhältnisse.
Für unsere Anreise über den Landweg bis zum ersten gesetzten Ziel Thessaloniki in Griechenland haben wir 3-4 Tage eingeplant.
Hin haben wir länger gebraucht als zurück, auch dadurch bedingt, dass wir Freitag wegen der Arbeit erst am Nachmittag losgefahren und wegen Unfallstau auch nur bis knapp an die deutsche Grenze sind. Wir haben auf unserer Anreise zusätzlich zu der ersten Nacht noch in Deutschland, je einen Übernachtungsstopp in Ungarn und Serbien gemacht. Am Montag gegen späten Nachmittag waren wir dann in Griechenland. 🙂
Auf dem Rückweg war es von der Dauer und den Übernachtungsstopps ähnlich, hier haben wir wieder in Serbien und diesmal in Österreich übernachtet und sind dann weiter bis nach Hause durchgefahren.
Ehrlicherweise haben wir schon ziemlich viele Kilometer gerissen und sind mit möglichst wenigen Stopps durchgefahren. Das bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Für uns passt es so und auf diese Weise haben wir dann entsprechend vor Ort an unserem Ziel deutlich mehr Zeit. 🙂
B – Buchstaben
…um genauer zu sein, griechische Buchstaben. Die sind nämlich nicht so leicht zu entziffern.
Wenn du das russische Alphabet kannst, hast du Vorteile – vor allem in den Transitländern wie Serbien oder Nordmazedonien, aber auch im griechischen Alphabet sind einige Buchstaben mit denen des russischen identisch und einige sind Dir aus dem Matheunterricht vermutlich auch schon bekannt.
Gemeinerweise wechseln die Griechen auf ihren Schildern öfter mal zwischen Schreib- und Druckschrift und groß und klein Buchstaben und haben ungefähr drei Buchstaben für das S oder das O, sodass die Verwirrung geradezu perfekt wird. 😀
Doch keine Panik, Straßenschilder kommen eigentlich immer zusätzlich zu der griechischen Version auch in „normal lesbaren“ Buchstaben daher. Versteht man dann zwar auch nicht, aber man kann es lesen…haha Nein, die Griechen sind natürlich auch international unterwegs und haben die meisten Dinge in englisch ausgeschildert und gerade in touristischen Gebieten wird neben englisch auch oft zusätzlich noch ein paar Brocken deutsch beherrscht. Und wenn man Lust hat, dann kann man sich die Buchstaben ja auch mal zu Gemüte führen. Frau Bummelbernd hat sich ein bisschen mit dem Alphabet beschäftigt und konnte es später recht gut entziffern (wobei sie aber auch die russischen Buchstaben kennt und in Mathe natürlich auch gut aufgepasst hat).
Sowieso versuchen wir ein – zwei Wörter auch immer in Landessprache zu können – im griechischen nicht ganz so leicht, aber hier unsere wichtigsten Vokabeln:
| deutsch | griechisch | Aussprache |
| Hallo / Tschüss | Γειά σου | jassas |
| Guten Morgen | Καλημέρα | kaliméra |
| danke | Ευχαριστώ | efcharistó |
| bitte | παρακαλώ | parakaló |
| Käse | Τυρί | tiri |
| Wein | Κρασί | krasí |
| Wasser | νερό | neró |
| Entschuldigung | Συγνώμη | sygnómi |
| Campingplatz | κάμπινγκ | kámpin’nk |
| Ausgang/Ausfahrt | έξοδος | échodos |
C – Campingplatz
Campingplätze gibt es in Griechenland auf jeden Fall genug, in unterschiedlichsten Preiskategorien und vor allem auch unterschiedlichsten Standards.
Klassische reine Wohnmobilstellplätze wird man fast vergebens suchen, dafür kann man in Großstädten oft auch bei Campingmärkten oder den zahlreichen Tavernen nach entsprechendem Verzehr auch sehr gut stehen.
Wir waren sowohl auf wirklich glamourösen Campingplätzen mit Pool, Bar bzw. Restaurant, Minimarkt, Waschmaschine und allem was man sich so vorstellen kann, als auch auf kleineren oder etwas in die Jahre gekommenen Plätzen. Oftmals sind die trotzdem super gepflegt und durchaus liebenswert.
Einige Campingplätze waren direkt am Strand und ich meine wirklich DIREKT, andere waren teuer und nur wegen der Lage interessant oder überhaupt besucht…da würde man wohl sonst nicht hinwollen. Grundsätzlich helfen da die gängigen Apps – wir finden viel über park4night und Du darüber mehr unter P wie Parken.
Wie fast überall gibt es auch in Griechenland Haupt- und Nebensaison und manche Plätze schließen über den Winter auch komplett. Bei uns haben viele Plätze Mitte/Ende Oktober bzw. November geschlossen und erst ab Mitte Ende März/April wieder geöffnet. Aber keine Sorge es gibt auch genug Infrastruktur, die das ganze Jahr über erreichbar ist und es muss ja auch nicht immer der Campingplatz sein – unter F wie Freistehen erfährst Du darüber mehr. 😉
Wir waren ja schon eher in der Nachsaison unterwegs und bei uns haben einige auch schon etwas aufgeräumt, dafür haben wir aber auch bessere Preise bekommen. 😉 Viele Campingplätze akzeptieren in der Regel die üblichen ASCI Campingkarten. Das Preisniveau würden wir durchaus als „normal“ bezeichnen und reicht von um die 20 € bis um die 34 € für 2 Personen. Strom haben wir oftmals als ziemlich teuer empfunden und kam beispielsweise einmal gut 9 € pro Nacht extra. Aber auch hier gilt, einfach mal nachfragen, bei einem Platz wurden wir in eine günstigere Kategorie mit rund der Hälfte gestuft, weil wir im Grunde nur den Kühlschrank als Verbraucher betreiben wollten. Probleme einen Platz zu bekommen hatten wir eigentlich nie und oftmals auch freie Platzwahl, bzw. sind die Betreiber vorher mit dir gucken gegangen und haben die freien Optionen gezeigt.
Oftmals gab es Wasseranschlüsse direkt am Stellplatz. Ver- und Entsorgung war mitunter etwas abenteuerlich zu erreichen und selbstgebastelt, aber vorhanden. Aber die Stationen gibt es auch in der Regel ausschließlich auf den Campingplätzen und nicht unterwegs. Müllcontainer finden sich hingegen quasi überall. Und im Grunde auch Wasserzapfstellen.
Campingplatz-Ranking
Der Preis mit 34 € für den teuersten Platz unserer Reise, aber wohl auch den Luxus-Glamping-Platz mit Platz in erster Reihe, Strom, Wasser inklusive mit Pool, Bar, Minimarkt, Restaurant, eigenem Strandzugang, kostenfreien Liegen, natürlich guten Sanitäranlagen und vielem mehr, geht an den Camping IONION Beach in Glyfa 270 50 ganz oben auf den Peloponnes (ganzjährig geöffnet).
Der Campingplatz mit der größten Nähe zum Strand geht ebenfalls an die Peloponnes: in unmittelbarer Nähe zum Epidaurus Theater liegt Camping Bekas Beach in Epidavros Municipality 210 52. Hier standen wir wirklich DIREKT am Strand und konnten von unserem Mobil aus quasi ins Wasser springen. Die Waschhäuser sind gefühlt aus den 50er Jahren, waren aber sehr sauber (geöffnet April bis Ende Oktober).
Der Platz wo wir am Längsten waren und uns auch sehr wohl gefühlt haben, war Camping Sylvia in Πλάκας, Litochoro 600 63. Gute Ausgangslage für Wanderungen im Olymp. Bar, kleiner eigener Strand (mit Kies und kostenpflichtigen Liegen), Minimarkt, gepflegte Sanitäranlagen mit Seife, sehr freundliche Betreiber, Wasser direkt am Platz (ganzjährig geöffnet).
Den Platz mit der schönsten Aussicht hatten wir definitiv bei Camping Delphi, Chrisso road, Delfi 330 54, ungefähr 4km vor dem Ort mit den Ausgrabungsstätten von Delphi. Der Platz hat alles was es braucht, Restaurant, Minimarkt mit lokalen Produkten, interessantes zur hauseigenen Olivenölproduktion, sogar einen Pool, grandiose Aussicht inklusive, etc. Die Sanitäranlagen sind ausreichend vorhanden und es wird deutsch gesprochen, wenn du magst. Die Lage ist nicht ganz super zentral, aber es führt ein kleiner Wanderweg vom Campingplatz zur Ausgrabungsstätte.
Der für uns „schlechteste Platz“ auf unserer Reise, war der Camping Vrachos, Kastraki 422 00 bei den Meteora Klöstern. Der war bei unserem Aufenthalt ziemlich voll, die Hälfte war allerdings auch wegen Baumarbeiten gesperrt, der Pool war schon leer, die Sanitäranlagen von Gebäude 1 waren nicht wirklich super chic aber an sich sauber. Gebäude 2 war gesperrt. Die Stromsituation war eher abenteuerlich, es braucht definitiv ein langes Kabel. Es gibt wohl eine Taverne, aber die haben wir bei unserem Aufenthalt nicht wirklich geöffnet gesehen. Direkt am Eingang stehen einige verlassen wirkende Wohnwagen, das Gebäude direkt am Eingang war ebenfalls etwas heruntergekommen und war wohl mal die Rezeption. Bei Barzahlung gabs einen satten Rabatt auf die Rechnung und ein kleines Abschiedsgeschenk als Aufmerksamkeit. Teilweise hatten wir mit sehr freundlichen Menschen zu tun, die Ausgangslage für die Meteora Klöster und auch um abends in den nahegelegenen Tavernen etwas essen zu gehen ist super! Der Platz liegt genau zwischen Kastraki und Kalambaka. Unser (selbst ausgesuchter) Stellplatz war so schief, dass wir es trotz Keilen irgendwie nicht ausgleichen konnten. Naja, Erfahrungen und Geschmäcker sind natürlich subjektiv und auch von anderen Aspekten abhängig, aber so recht ist der Funke bei uns hier nicht übergesprungen und für uns eher Mittel zum Zweck wegen seiner Lage.
In Serbien haben wir mit dem Camping Plum in Batinac 35230 eine klare Stellplatzempfehlung quasi genau in der Mitte von Serbien, nah an der Autobahn und somit für uns der perfekte sichere Spot für die An- und Abreise. Kleiner familiengeführter Platz direkt auf dem Hof. Der Sohn spricht gutes englisch. Bezahlt haben wir 20 € in bar (2 Personen + Camper), inkl. Wasser, Strom und warmen Duschen, Entsorgung und so. Bei Bedarf meldet er ausländische Touristen auch an, darauf haben wir verzichtet und hatten keine Probleme an der Grenze. Wir haben auch die „Hausherrin“ kennengelernt, mit der wir uns zwar nur schlecht verständigen konnten, die uns bei unserer Ankunft dafür aber super freundlich mit einem Schnaps begrüßt hat. 🙂
Wir haben uns wohl und vor allem sicher gefühlt und würden den Platz immer wieder auf unserer Durchreise ansteuern.
D – Distanzen im Land
Griechenland ist zwar weit weg und durch seine zahlreichen Inseln wirklich groß. Die Distanzen auf dem Festland sind aber an sich recht überschaubar und alles ist gut zu erreichen. Das nächste Mal fahren wir dann weiter nach Kreta oder so 😀
Zur Orientierung hier mal ein paar Beispiele zur Distanz:
Thessaloniki nach Athen – 500 km ~ 5,5 Std. (mit Maut); 490 km ~ 7,5 Std. (mit Maut)
Athen nach Kalamata – 240 km ~ 3 Std. (mit Maut); 280 km ~ 5 Std. (ohne Maut)
Kalamata nach Patras – 220 km ~ 3 Std. (mit Maut); 220 km ~ 3,5 Std. (ohne Maut)
Patras nach Lefkdada – 160 km ~ 2 Std. (mit Maut); 170 km ~ 2,5 Std. (ohne Maut)
Lefkada nach Igoumenitsa – 110 km ~ 1,5 Std. (mit Maut); 230 km ~ 3,5 Std. (ohne Maut)
Lefkdada nach Kalambaka / Meteora – 170 km ~ 2,5 Std. (mit Maut); 290 km ~ 5 Std. (ohne Maut)
Kalambaka/ Meteora nach Thessaloniki – 230 km ~ 3 Std. (mit Maut); 250 km ~ 3,5 Std. (ohne Maut)

Ob mit oder ohne Maut ist natürlich immer eine Frage der Zeit, aber auch, was man bereit ist für seine Strecke zu zahlen. Bei einigen Strecken macht es zeittechnisch auf jeden Fall Sinn, wenn man Strecke machen möchte auch mal Maut zu zahlen. Andererseits sieht man ohne Maut ja auch immer mehr vom Land und so…. naja
Wir fanden die Maut in Griechenland insgesamt irgendwie unverschämt teuer. Mehr dazu erfährst Du im zweiten Teil mehr unter M wie Maut. 🙂
Weil wir vor Ort in Griechenland sowieso Reisetempo rausnehmen wollten, sind wir ab Athen weitgehend ohne Maut und auch viel und gerne an der Küste langgefahren – dadurch braucht es in Summe immer länger als bei google geschätzt, aber wie sagt man so schön – der Weg ist ja das Ziel. 🙂
E – Essen
Das Essen in Griechenland ist einfach traumhaft lecker und überall hat es Tavernen und man kann sich durch die reichhaltige griechische Küche schlemmen.
Die Griechen sind sehr gastfreundlich und lieben es zu essen und auch uns Touristen damit zu verwöhnen.
Auch ist Essengehen in Griechenland vergleichsweise günstig und es gibt in der Regel reichlich zu Essen.
Das ist natürlich regional etwas unterschiedlich und auch etwas davon abhängig, ob man jetzt an DEM Hotspot ist. Aber auch in den touristischen Gegenden gibt es viel gutes Essen zu vernünftigen Preisen. So war zumindest unser Eindruck.
Wir vermeiden in der Regel Fleisch im Alltag, machen allerdings ehrlicherweise auch mal eine Ausnahme und gönnen uns Fleisch, wenn es von guter Qualität ist oder „spannend“ weil Tradition in einem Land oder so.
Auf unserer Liste hatten wir demnach einige Klassiker, die wir super gerne essen wollten.
Unter anderem haben wir uns in Restaurants Moussaka, Gyros, Kebap, aber auch Feta und Oliven gegönnt. Und selbstverständlich auch griiiiiechischen Wein 🙂 🙂
F- Freistehen
Griechenland galt lange Zeit als DER ultimative Tipp zum Freistehen. Idyllisch an Stränden, vor Sehenswürdigkeiten, quasi überall. Hierzu gab es im letzten Jahr (2025) eine Gesetzesänderung, die das Freistehen extrem eingeschränkt hat. Inzwischen wurde wieder etwas zurück gerudert.
Es gilt wie überall – benimm dich rücksichtsvoll, stehe nicht ungefragt auf Privatgrund und zeige kein offensichtliches Campingverhalten, dann sollte es eigentlich kein Problem darstellen und gerade außerhalb der Hauptzeit auch weitgehend toleriert werden.
und es gibt auch einige Möglichkeiten das Thema zu umgehen: Man kann zB sehr gut auf den Parkplätzen direkt an der Taverne übernachten, wenn man freundlich fragt und dort auch isst. 🙂
Wir waren zB am Elea Beach – quasi der offizielle Freisteh-Klassiker-Strand. Allerdings fanden wir es dort nicht idyllisch mit Vanlife-Einsamkeit, sondern eher erschreckend, wie die Menschen sich dort ausgebreitet haben, teilweise standen dort ganze Camps mit Vorzelt und voll aufgebauter Camping-Maschinerie….. es ist eben alles eine Frage der Balance …
G- Grenzen
Wir als Europäer kennen ja Dank Freizügigkeit und Schengen-Abkommen eigentlich keine echten Grenzen mit Grenzkontrollen mehr, darum ist das Thema für viele auch besonders aufregend.
Auf unserem letzten Balkan-Trip oder auch bei der Überfahrt nach England haben wir schon die ersten Erfahrungen mit der Einreise mit dem Auto und Grenzübergängen gemacht, daher war es für nicht mehr ganz neu. Obwohl ich sagen muss, dass es währenddessen durchaus irgendwie immer spannend ist – man weiß schließlich nie wirklich, was einen erwartet…
Zunächst sollte man sich etwas „vorbereiten“ und alle benötigten Dokumente dabei haben, sonst kann es anstrengend werden:
Was Du unbedingt brauchst ist ein gültiger Reisepass (meistens noch mindestens 6 Monate gültig) und für die Einreise mit dem Auto noch den Fahrzeugschein und für einige Länder noch die „grüne“ Versicherungskarte (heute heißt das Ding IVK – Internationale Versicherungskarte und ist ein einfacher Ausdruck, den Du bei Deiner Versicherung bekommst; früher war es mal ein Ausdruck auf grünem Papier) als Nachweis einer gültigen Versicherung. Innerhalb der EU reicht hierzu das Kennzeichen.
Für eine erste Orientierung empfiehlt es sich auf den Seiten des Auswärtigen Amtes vorbei zu surfen und sich einmal grob über die Lage im Land und aktuelle Einreisebestimmungen etc. zu informieren. Hier kann man einfach sein Zielland eingeben und dann werden die Infos ausgespuckt. Was dort allerdings weitgehend unbeachtet bleibt ist die Einreise mit dem eigenen Fahrzeug. Also empfehlen wir hier eine Recherche beim ADAC, was es da zu beachten gilt, da man z.B. teilweise verpflichtet ist ein Abschleppseil oder ähnliches mitzuführen – hier mal stellvertretend für Nordmazedonien verlinkt.
Natürlich solltest Du auch die Einfuhrgrenzen für Zollpflichtige Lebensmittel oder Alkohol und Zigaretten etc. beachten. Parfum darf man auch nicht unendlich viel einführen.
Da gibt es auf den oben genannten gängigen Seiten aber auch immer die gültigen Grenzen.
In der Regel wird ja einem davon abgeraten Grenzübergänge spät abends oder nachts zu nutzen. Kleinere Übergange haben dann auch zu. Das haben wir gar nicht erst ausprobiert. Wir haben die Grenzen zur EU-Außengrenze meistens so um die Mittags-/ frühe Nachmittagszeit erreicht.
Wie die Einreise mit Hund und Haustier läuft können wir nicht beurteilen. Hier könntest Du mal bei Melli und Finn von Vantastic Adventure vorbeischauen, die haben auf ihrem Trip ihren Hund Linus dabei.
Unsere Erfahrung besagt:
In Wahrheit stellt sich das alles in der Theorie viel dramatischer und aufregender dar, als es in der Realität meistens wirklich ist.
Wir haben den Reiseführer „Roadtrip Balkan-Halbinsel“ vom Reise KnowHow Verlag zu Hause, der zu den einzelnen Balkan Ländern und Griechenland jeweils ein paar spezifische Informationen und auch Routenvorschläge, Stellplätze und Tipps bietet. Das Buch ist gut gemacht und für eine Orientierung auf jeden Fall super, obwohl die Infos in Papierform sich ja auch schnell überholen und einige Highlights (etwa der Dumitor Nationalpark in Slowenien) nicht beachtet werden. Für um die 20 Euro aber an dieser Stelle eine Empfehlung von uns.
…naja und dann sollte einer Einreise mit Deinem eigenen Fahrzeug eigentlich nichts mehr im Weg stehen. 🙂
Unsere Erfahrungen teilen wir Dir hier. 🙂
Folgende Grenzübergänge haben wir sowohl auf dem Hin- als auf dem Rückweg genutzt:
Von Ungarn nach Serbien – Rözske Horgoš
von Serbien nach NMK – Preševo Tabanovce
von NMK nach GR – Evzoni Bogorodica
Hin standen wir nach Serbien rein ungefähr eine knappe Dreiviertelstunde an, haben unseren Reisepass und Fahrzeugschein vorgezeigt und durften dann ohne weiteren Kommentar einreisen. Einen Stempel gabs auch 😉
Es gab verschiedene Schlangen für EU-Bürger und „all Passports“, aber auf die Kennzeichen darf man sich da nicht immer verlassen. Der Großteil der deutschen Kennzeichen durfte sich nicht in die EU-Reihe anstellen. Daher war die Recht kurz und wir kamen dann auch fix dran. Uns und anderen wartenden Autos wurde am Fenster fröhlich irgendwelches Parfum angeboten. Das war etwas nervig, aber die verziehen sich auch irgendwann, nach dreimal ablehnen….
Der Übergang von Serbien nach Nordmazedonien am nächsten Tag lief dann auch ganz easy. Normalerweise läuft es so: Erst Ausreise aus einem Land, dann ein kleines Stück weiter Einreise in das andere Land. In diesem Fall war die erste Grenze unbesetzte und die beiden Länder haben sich den anderen zweiten Übergang geteilt. So lief dann alles in einem Abwasch. Hier gabs erst den Ausreisestempel aus Serbien und dann haben wir zwei Meter weiter alles nochmal vorgezeigt und durften nach Nordmazedonien einreisen. Eimal wurden wir gefragt, was wir so dabei haben, aber die Antwort „Camping stuff“ hat in unserem Fall ausgereicht und niemand hat ins Fahrzeug geschaut.
Die nächste Grenze war dann nach Griechenland und hier dann für uns als EU-Bürger auch kein Problem.
Auf dem Rückweg war die Ausreise von Griechenland nach Nordmazedonien unkompliziert, aber hier wollte der Beamte die grüne Versicherungskarte sehen. Nachdem wir die rausgefischt hatten war er aber auch schnell zufrieden und wir durften einreisen.
Von Nordmazedonien nach Serbien war auch wieder eine gemeinsame Grenze und ebenfalls kein Problem. Pässe, Fahrzeugschein zeigen, warten, weiter.
Einzig die Wieder-Einreise in die EU von Serbien über Ungarn hat wirklich gedauert. Die Schlangen waren gefühlt endlos und die Ungarn haben in JEDES Fahrzeug geschaut. Also mussten die Leute zusätzlich zur Passkontrolle im Grenzbereich aussteigen, den Kofferraum öffnen und durften dann erst weiter. So auch bei uns. Ein kleiner Blick hinein – natürlich war artig aufgeräumt 😉 und dann wars das aber auch. Nicht einmal ins Badezimmer wollte er noch schauen.
Trotzdem haben wir für die Einreise mit Wartezeit knapp 2 Stunden benötigt.
H – Highlights
…folgt 🙂
I – Internet & Roaming
Seit EU-Roaming sind mobile Daten in einem „normalen Urlaub“ eigentlich kein Problem mehr unterwegs…
Es kommt aber natürlich drauf an, wie viel Internet man benötigt und wie lange man im Ausland bleiben möchte.
Wir brauchen meistens nicht allzu viel, nutzen gerne mal freies WLAN und hatten unterwegs keine größeren Probleme, das wir Netz gebraucht hätten und es keinen Empfang gab.
J – skippen wir an dieser Stelle – Jassas! 😉


